Der Kampf mit dem Blau. Dritter Beitrag zur Debatte: Das blaue Portrait

In einem ersten Beitrag hatte ich, entgegen eines deutschen Filmtitels, behauptet, das Blau sei keine warme Farbe. Später dachte ich: etwas sehr apodiktisch. Deshalb hatte ich mich in einem zweiten Beitrag am ‚warmen Blau‘ versucht. Letztlich bin ich mir aber bis heute unsicher. Möglicherweise gibt es beides: das kalte und das warme Blau (und vielleicht auch alles dazwischen). Diese Diskussion ist für mich wichtig, weil ich mit dieser Farbe künstlerisch nie so richtig ‚warm‘ geworden bin. Ein guter Grund, an und mit dieser schwer erklärbare Aversion zu arbeiten. Ich will diese Diskussion (mit mir selbst) heute rein lichtbildnerisch weiterführen. In den letzten Wochen sind einige doch recht blaulastige Bilder entstanden, seltsamerweise an den heißesten Tagen dieses Sommers – ganz so als würde das Blau dem Künstler Kühle spenden. Das gäbe der Debatte eine neue Dimension. Hier also einige ganz aktuelle Beispiele aus meinem persönlichen Kampf mit dieser Farbe. Ich habe mich dann aus allen entstandenen Bildern letztlich für das Sujet Portrait entschieden – nicht zuletzt, weil das der Diskussion noch ein weiteres Spannungsmoment hinzufügt. Also heute: Das blaue Portrait.

.

Portrait Inga

.

Club-Portrait

.

Blaue Tage in Arles

.

Portrait Mareike

.

Anonyma No. 77

.

Gruß aus der Zwischenwelt (Selbstbildnis 2026)

Bild oben: Portrait Milan von O.

(Heute ausnahmsweise kein Musikhinweis; langsam scheinen mir die empfehlenswerten Alben auszugehen.)

.