In meinem ersten Beitrag zum Transhumanismus hatte ich bereits angedeutet, wie problematisch ich die Idee (Ideologie) der Verschmelzung zwischen Mensch und Maschine finde. Hinzu kommt die Frage, wofür eine KI nach ihrer Machtübernahme den Menschen noch benötigen sollte. Und eine solche Machtübernahme liegt durchaus im Bereich des Möglichen, auch wenn gerade die an der technischen Realisierung beteiligten Personen die Gefahr einfach nicht sehen wollen. Für mich der typische Fall einer interessengeleiteten Selbstverblindung. Statt immer nur zu diskutieren, in welchen Wirtschaftssektoren durch den Siegeszug der KI Arbeitsplätze vernichtet werden, sollten wir uns stärker mit den generellen Gefahren beschäftigen, die von einer übermächtigen KI (einer sog. Superintelligenz) ausgehen. Die folgenden Bilder mögen deshalb nicht nur als ästhetische Spielerei sondern auch als konkrete Warnung vor einer Welt ohne Menschen verstanden werden. Allerdings sind die noch von Menschenhand fotografiert und ohne Mithilfe einer KI entstanden. Ihr posthumaner Aspekt besteht darin, dass sie eine Welt ganz ohne Menschen zeigen… auch wenn es noch keine Welt fern der Menschen ist. Denn was wir sehen, ist in allen Fällen eine fotografische Umordnung menschengemachter Objekte. Deshalb ist die gezeigte posthumane Welt glücklicherweise nicht ganz so menschenfern, wie es auf den ersten Blick erscheint. Doch wir dürfen uns nicht täuschen lassen: auch eine von der KI beherrschte, gänzlich menschenfreie Welt baute ja auf der Arbeit von Menschen auf… und auf ihrer Unhfähigkeit rechtzeitig zu erkennen, was sie da anrichtet. Auch in diesem Falle (und nicht nur bei Klimakollaps oder Atomkrieg) wäre das Ende der Menschheit von ihr selbst herbeigeführt.
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Bild oben: Die Theorie von allem
Auch heute wieder: Kein Musiktipp. Ich weigere mich einfach, mich auf KI-generierte Musik zu beziehen.
Dafür ein Literaturtipp für alle, die sich näher mit dem Thema auseinandersetzen wollten: Nick Bostrom (2016): Superintelligenz. Szenarien einer kommenden Revolution. Frankfurt/M.: Suhrkamp
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