Gesichtslos – surreale Selbstbildnisse 2024

Heute keine Erläuterungen von mir – stattdessen ein vorgezogener Kommentar.

Milan von Ostfalen: Die unmittelbar ins Auge springende Frage lautet: Warum verbirgt der Künstler auf allen Bildern sein Gesicht? Anonymisierung ist das selbstredend nicht – die Kennzeichnung als „Selbstbildnisse“ schließt dies ja aus. Es ist klar, wer hier jeweils abgebildet ist. Warum also verbirgt das Fotosubjekt (hier im doppelten Sinne gemeint) sich hinter Masken und anderen Spielereien? Was soll verborgen bleiben? Da die Bilder hier veröffentlicht wurden, kann der Künstler offensichtlich zu seinen Werken stehen. Aber möglicherweise nicht zu sich selbst. [?] Reicht diese laienhafte Psychologisierung als Erklärung aus? Ich hatte nach den Gründen dieser seltsamen Art der Selbstdarstellung gefragt, aber keine befriedigende Antwort erhalten. „Zufällig paßten gerade diese Rohbilder besonders gut zum Hintergrund, den ich im Kopf und auf dem Schirm hatte.“ Also alles nur Zufall? Ich dachte und denke weiterhin: vermag ich nicht zu glauben. Aber jede weitere Nachfrage wurde vehement abgewiesen. Als würde hier ein Geheimnis gehütet. Dann aber, so meine ich, ist es wohl eher der Nimbus des Geheimnisvollen, der hier zelebriert werden soll. Mich jedenfalls läßt die Serie eher ratlos zurück. Was ist denn da in Hude los?

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Unvollständigkeitsssatz

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Unter den Blinden ist der Einäugige König

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Steampunk No. 1

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Im Takt

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Desintegration

Bild oben: Schau mir in die Augen

Musiktipp zu den Bildern: Mammal Hands: Gift from the Trees (2024). [Eine Offenbarung der modernen Jazzmusik. Einige der Werke sind in der Audiothek des NDR zugänglich.]