Kontrafaktische Sommer-Portraits

Der Titel des Beitrags könnte zu Verwirrungen führen: Was bitte ist hier kontrafaktisch? Die Portraits sind Portraits. Punkt. Also der Sommer. Die Farbgestaltung dieser Serie signalisiert Licht und Fülle des Hochsommers. Als die Bilder entstanden sind (im Juli und August 2023) konnte aber im Oldenburger Ammerland von ‚Sommer‘ nicht die Rede sein. Vielmehr erlebten wir eine fulminante Regenzeit (siehe auch Hude 4). Wenn die Sonne sich mal sehen ließ, war dies für einen Tag. Dann wieder alles grau in grau…und überaus naß. Die heutigen Bilder zeigen aber, dass unser Hirn alles andere als ein Organ zur reinen Verarbeitung von Außenreizen ist. Es hat seine eigene Macht. Viel kommt aus dem Inneren, aus der Erinnerung und natürlich auch aus der Imagination. So zeigen die Bilder der Serie, wie der Sommer 2023 hätte sein sollen – nicht aber wie er war. Ein imaginärer Raum der Möglichkeiten. Wunschtraum oder Realitätsflucht? Gern beides zusammen, wenn einen das nur den meteorologischen Zustand der Außenwelt vergessen läßt. Auch wenn dazu gelegentlich ein großes Glas Absinth (besten Dank an M!) hilfreich, vielleicht ab und an sogar notwendig ist. Also erinnern wir uns doch einfach mal an einen wunderschönen, sonnendurchfluteten Sommer zurück…

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Auf der Bühne

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Doromoro

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LIna im Hochsommer

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Augustmorgen

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Mapuche-Schamanin (einmal mehr mit Dank an A.)

Bild oben: Selbstbildnis nach Absinthgenuß

Musikvorschlag: Yakou Tribe: rituals (2007). Auf das neuere Album dieser Formation hatte ich schon mal verwiesen. Beide sehr hörenswert.

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