Heute machen wir zusammen eine Reise ins Unbewußte. Das hat, so jedenfall lehren es Freud und seine Tiefenpsychologie, in erster Linie (wenn nicht immer) etwas mit Sexualität zu tun. Dies schlägt sich auch in den Bildtiteln nieder. Einen solchen ‚erotisierenden‘ Einstieg kann man sowohl als Verheißung als auch als Warnung verstehen. Die erste Erwartung wird wohl enttäuscht: Die Bilder dürften für die meisten Betrachter (und Betrachterinnen) zu sehr dem Konzept des Surtualismus folgen, um sexuellen Lustgewinn auslösen zu können. Vielleicht eher Verwirrung angesichts dessen, was hier zu sehen und – wichtiger – zu erahnen ist. Doch letztlich legitimiert ein wenig Verunsicherung, namentlich auf dem Felde der Kunst, keine Warnung. Und ob die Bilder überhaupt eine Tiefengrammatik im psychoanalytischen Sinne enthalten. bleibt fraglich. Konzeptualisiert sind die Arbeiten so – doch ob dieses Versprechen gehalten werden kann, muss jede(r) durch Introspektion selbst herausbekommen. In diesem Sinne sind die Bilder eher als Angebot verstehen. Viel Spaß beim Hineindenken und Hineinspüren.
.

sex without crime
.

Orgonstau
.

Lob der Sexualpädagogik
.

Sapphismus
.

Multipler Orgasmus
.
Bild oben: without (Ausschnitt)
Musiktipp zu den Bildern (ein absoluter Klassiker der Jazz-Geschichte, den ich fast übersehen hätte):
Carmen McRae and The Dave Brubeck Quartet – Take Five (1961)
In diesem Sinne: Take Five!
.
