Mein heutiger Beitrag ist dem französischen Surrealisten Yves Tanguy gewidmet. Er war ein Meister der Verschmelzung von Himmel und Erde. In seinen Bildern verschwindet der Horizont, als hätte es ihn nie gegeben. Und diese horizontlosen Welten sind angefüllt von seltsamen Formen; manche ähneln Wolken, andere bizarren Phantasietieren oder absonderlichen Bauwerken. Sein Werk eröffnet vielfältige Möglichkeiten der Interpretation – viele seiner Bildwelten sind bis heute nicht entschlüsselt… werden es vielleicht auch nie sein. Für mich ist er eine dauerhafte Quelle der Inspiration. Wenn ich diesmal fotografisch noch etwas abstrakter ‚argumentieren‘ kann als im letzten Beitrag, verdanke ich dies in erster Linie Tanguys Sicht auf die Welt. (Wobei meine Interpretation seines Werkes in eine Richtung geht, nach der es dabei eher um Neuschöpfung als um Abbildung von Wirklichkeit geht…)

Österliche Gefühle

Doppelportrait

Einsame Gottesanbeterin

Verti-Welle

Dekolleté (oder: Der Mai ist gekommen)

Blick in die Zukunft
Bild oben: Drachenstein
Musiktipp zu den Bildern (heute wieder von Natja von O.):
Jan Garbarek Group: Twelve Moons (1993) –
zum Einhören (Live-Fassung): Brother Wind March
